Regiocast bietet Radiodienstleistungen für Dritte an

Freitag, 27. Februar 2009
Erwin Linnenbach treibt den Ausbau von Regiocast voran
Erwin Linnenbach treibt den Ausbau von Regiocast voran

Die Berliner Radioholding Regiocast (Radio PSR, R.SH) wird künftig Hörfunk-Dienstleistungen für Dritte anbieten und vermarkten. Dafür wird die zentrale Shared-Service-Einheit zu einem eigenständigen Dienstleister ausgebaut. Die Einheit umfasst die Bereiche Werbedisposition, Onlineservices, Musikredaktion, Verwaltung, Kommunikation sowie Technik und Produktion und stellt diese Leistungen den Sendern von Regiocast zur Verfügung. Bereits heute nutzen einige externe Sender Dienste wie die Werbedisposition von Regiocast. Im Zuge der sich verschärfenden Wettbewerbs- und Wirtschaftssituation im Medienbereich rechnet die Radioholding mit weiteren Interessenten für das Dienstleistungsangebot.

"Die Idee ist, dass wir alle die Dinge, die alle Radiosender hinter den Kulissen gemeinsam haben, auch gemeinsam machen", erklärt Erwin Linnenbach, Sprecher der Geschäftsführung von Regiocast. Im Gegenzug soll bei den Sendern vor Ort die Redaktions- und Programmkompetenz ausgebaut werden. "Das kann man eine freie Interpretation des Mantelkonzeptes nennen, wie wir es von Zeitungen in Deutschland kennen", erläutert Linnenbach.

Dirk van Loh verantwortet die neue Service-Einheit
Dirk van Loh verantwortet die neue Service-Einheit
Verantworten wird die neue Serviceeinheit Dirk van Loh, der sich als Geschäftsführer um die operativen Radiobeteiligungen der Regiocast kümmert. "Gerade angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in denen sich insbesondere die Medienbranche heute befindet, wird bei vielen Anbietern das Kostenbewusstsein weiter deutlich steigen", gibt  sich van Loh optimistisch: "Dort setzen wir an: mit hoher Qualität zu attraktiven Preisen."

Um trotz der Zentralisierung von Dienstleistungen auf Holdingebene die Hörer- und Kundenbindung in den regionalen Märkten sicherzustellen, installiert Regiocast jeweils einen Marktverantwortlichen für Sachsen und Schleswig-Holstein. Erwin Linnenbach übernimmt zusätzlich zu seiner Aufgabe als Sprecher der Geschäftsführung die Verantwortung für die Sender in Sachsen, Dirk van Loh wird sich um die Beteiligungen in Schleswig-Holstein kümmern. dh
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