Redaktion der Berliner Zeitung droht mit Klage

Freitag, 09. November 2007

Der Konflikt zwischen der Redaktion der "Berliner Zeitung" und Geschäftsführer und Chefredakteur Josef Depenbrock um dessen Doppelfunktion spitzt sich zu. Offenbar will Depenbrock beide Positionen behalten. In der kommenden Woche berät die Redaktion über das weiter Vorgehen. "Wir behalten uns den Weg der Feststellungsklage ausdrücklich vor", sagte Ewald Schulte, Mitglied des Redaktionsausschusses der "Financial Times Deutschland". Das Redaktionsstatut der "Berliner Zeitung" schreibt eine Trennung von Redaktion und Anzeigengeschäft vor. Die Redaktion sieht diese Vorschrift durch die Doppelfunktion von Depenbrock verletzt und hatte ihrem Chef ein Ultimatum gestellt, um über seine Ämter zu entscheiden.

Finanzinvestor David Montgomery, dem die "Berliner Zeitung" gehört, hatte erst kürzlich angekündigt, die Trennung zwischen Redaktion und Vermarktung aufzuweichen. "Wir werden das Anzeigengeschäft näher an den Newsroom rücken," sagte Montgomery vergangene Woche vor Journalisten in London. dh

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