Redaktion der Berliner Zeitung bereitet Klage gegen Depenbrock vor

Mittwoch, 28. November 2007
Josef Depenbrock steht in der Kritik
Josef Depenbrock steht in der Kritik

Der Redaktionsausschuss der "Berliner Zeitung" macht mit seiner Drohung einer Klage gegen Chefredakteur und Geschäftsführer Josef Depenbrock Ernst und zieht vor Gericht. Die Redaktion bereitet derzeit eine Feststellungsklage vor dem Arbeitsgericht Berlin vor. Das Redaktionsstatut der "Berliner Zeitung" schreibt eine Trennung von Redaktion und Anzeigengeschäft vor. Die Redaktion sieht diese Vorschrift durch die Doppelfunktion von Depenbrock verletzt und hatte ihrem Chef ein Ultimatum gestellt, um über seine Ämter zu entscheiden.

"Es geht uns nicht um eine Anklage gegen Herrn Depenbrock", sagt der Sprecher des Redaktionsausschusses Ewald B. Schulte, "sondern um die Frage: Welche Kompetenzen hat der Verlag, welche die Redaktion?"

Die "Berliner Zeitung" gehört seit Dezember 2005 zur Mecom Group des umstrittenen britischen Finanzinvestors David Montgomery. Dieser hatte erst kürzlich angekündigt, die Trennung zwischen Redaktion und Vermarktung aufzuweichen und den Newsroom der Zeitung näher an das Anzeigengeschäft zu rücken. dh

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