Red Bull lässt für 8,50 Euro im Monat die Welt untergehen

Donnerstag, 12. Januar 2012
Cover und Inhalt von "2012" kommen sehr düster daher
Cover und Inhalt von "2012" kommen sehr düster daher

Die meisten tun es als Märchen ab. Aber wer weiß: Vielleicht ist ja doch etwas dran... Die Rede ist vom legendären Kalender des Urvolks der Maya, der bekanntlich am 21. Dezember 2012 endet und mit ihm auch die Welt. Red Bull nimmt dieses Datum zum Anlass, um in diesem Jahr zwölf Ausgaben des Magazins "2012" zu veröffentlichen - des "vielleicht letzten Magazins der Welt". Entsprechend endzeitlich sind die Inhalte des Monatshefts: Was würde geschehen, wenn die Menschheit wüsste, dass sie nur noch ein Jahr hätte? Wohin führt uns die Zukunft? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich der Red-Bulletin-Verlag bis zum Jahresende auf insgesamt 2.012 Seiten. In der Red-Bull-Heimat Österreich erscheint das Magazin zum Copypreis von 8,50 Euro erstmals am 12. Januar mit einer Startauflage von 25.000 Exemplaren - und am Ende des Jahres ist definitv Schluss. Ein Deutschland-Start ist nicht geplant.

Auch im Heft geht es reichlich makaber zu
Auch im Heft geht es reichlich makaber zu
Mit dem Launch des Endzeithefts bleibt Red Bull seiner Linie treu, abseits des klassischen Getränkevertriebs auf ungewöhnlichen Pfaden zu wandeln. "2012 ist ein einzigartiger Typus von Magazin, wie es ihn noch nie zuvor gegeben hat. Angelegt als Einjahresmagazin mit fixem Ablaufdatum bringt 2012 alles Wissenswerte zum Schicksalsjahr der Menscheit", sagt Chefredakteur Boro Petric. Hinter dem Projekt verbergen sich allerdings hochphilosophische Fragen: "Dabei geht es gar nicht darum, ob am 21. Dezember die Welt untergeht oder nicht. Das Datum ist austauschbar, aber unser aller Ende ist gewiss. Letzlich geht es um die letzte Frage der Menschheit: Was mache ich mit meiner Zeit? Wofür lebe ich?"

Jedes Heft entstehe im Zusammenarbeit mit Autoren und Künstlern, die laut Alexander Koppel, Geschäftsführer des Red-Bulletin-Verlags und CCO des Red Bull Media House, "zu den besten im deutschsprachigen Raum gehören". Zudem werde das Magazin von einem wissenschaftlichen Beirat und Expertenzirkel redaktionell unterstützt und begleitet.

2012 ist bislang das Jahr des marketingtechnisch zelebrierten Weltuntergangs: Neben Red Bull haben bereist Campari in seinem jährlichen Kalender und Axe in seiner aktuellen TV-Kampagne das Ende aller Zeiten inszeniert. ire
Meist gelesen
stats