Rechtsstreit: Tina Müller verklagt Henkel

Donnerstag, 11. April 2013
Um die Marke Nivea führen zu dürfen, zieht Tina Müller jetzt sogar vor Gericht
Um die Marke Nivea führen zu dürfen, zieht Tina Müller jetzt sogar vor Gericht

Der Streit zwischen Tina Müller und Henkel eskaliert. Die ehemalige Top-Managerin des Düsseldorfer Konsumgüterriesens verklagt ihren ehemaligen Arbeitgeber. Damit will sie erreichen, dass sie im Juli zu Beiersdorf wechseln kann. Bereits am kommenden Dienstag findet am Düsseldorfer Arbeitsgericht eine öffentliche Verhandlung statt. Das hat die Behörde heute morgen HORIZONT.NET bestätigt. Tina Müller und Henkel - das war mal eine richtige tiefe und erfolgreiche Beziehung. Die ehemalige Managerin des Düsseldorfer Konsumgüterriesens brachte unter anderem die Marke Syoss auf den Markt, eine der erfolgreichsten Marketinggeschichten der vergangenen Jahre. Doch seit Ende Juni 2012 ist die Liebe erkaltet. Damals hatte Müller, die 1995 bei Henkel anheuerte und zwischenzeitlich als Marketing-Direktorin das italienische Henkel-Kosmektikgeschäft verantwortete, gekündigt, um nach Ablauf der Kündigungsfrist zu Beiersdorf wechseln zu können. Henkel hat die Managerin freigestellt und beharrt seitdem auf einem Wettbewerbsverbot.

Um dessen Wirksamkeit wird es am kommenden Dienstag bei dem Gütetermin gehen. "Man kann Frau Müller als eine der bestbezahlten Spaziergängerinnen Düsseldorfs bezeichnen", meint dazu die "Rheinische Post" lakonisch. Ob es wirklich zum Prozess kommt, bleibt spannend. Henkel scheut in der Regel öffentliche Streitigkeiten. Müller hingegen will unbedingt zu Beiersdorf, um dort die Markenführung von Nivea zu übernehmen, wie immer wieder spekuliert wird. Doch bisher steht der Termin um 12.40 Uhr in Saal 007. mir
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