Rechte für Olympia kosten ARD und ZDF je rund 70 Millionen Euro

Montag, 30. Juli 2012
Rund 700 Millionen Euro gibt die ARD in dieser Gebührenperiode für Fußball-Rechte aus
Rund 700 Millionen Euro gibt die ARD in dieser Gebührenperiode für Fußball-Rechte aus


Dass Sportrechte nicht zum Schnäppchenpreis zu haben sind, ist allgemein bekannt. Genaue Preise für die TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga, Welt- und Europameisterschaften oder den Olympischen Spielen verraten die Sender dennoch nur äußerst ungerne. Der "Bericht der ARD an die Konferenz der Gremienvorsitzenden", der dem "Spiegel" vorliegt, schlüsselt die genauen Zahlen für verschiedene Sportarten und -ereignisse auf. Insgesamt 1,03 Milliarden Euro schwer ist das Sportrechtebudget der ARD in der laufenden Gebührenperiode. Über 700 Millionen Euro entfallen dabei allein auf die Fußballrechte. Rund 368 Millionen Euro muss die ARD für Welt- und Europmeisterschaften sowie für die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft auf den Tisch blättern. Etwa 339 Millionen Euro entfallen auf die "Fußball-Bundesliga / Hörfunk-Kooperation". Jeder Gebührenzahler steuert innerhalb einer Gebührenperiode 17 Euro allein für die Fußballrechte bei.

In der kommenden Gebührenperiode werden die Rechte für die Fußball-Bundesliga noch einmal rund 2 Prozent teurer. Auch die Kosten für die kommenden Europameisterschaft steigen, weil 2016 erstmals 24 Teams antreten und dann 51 statt 31 Spiele übertragen werden.

Vergleichsweise bescheiden nehmen sich daneben die Kosten für die Übertragungsrechte für die Olympischen Spiele aus: Für die Winterspiele 2010 in Vancouver und die aktuelle in London stattfindenden Sommerspiele hat allein die ARD 71 Millionen Euro eingeplant. Das ZDF steuert noch einmal Gelder in derselben Größenordnung bei. dh
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