Reader's Digest dementiert Insolvenzgerüchte

Freitag, 06. März 2009
Reader´s Digest dementiert Pleite-Spekulationen
Reader´s Digest dementiert Pleite-Spekulationen

Der US-Konzern Reader's Digest dementiert einen Bericht von Bloomberg News Service, wonach das Traditionsunternehmen vor dem Konkurs stehen soll. Anlass zur der Nachricht gab die Tatsache, dass die Reader's Digest Association (RDA) die Anwaltskanzlei Kirkland & Ellis beauftragt hat. Diese tritt die als Berater in Konkursfällen und bei Restrukturierungen auf. "Unsere Gewinn- und Verlustrechnung des 2. Quartals im laufenden Wirtschaftsjahr, weist aus, dass wir keineswegs mit unseren finanziellen Verpflichtungen im Verzug sind", schreibt Mary Berner, President and CEO, in dem Dementi des Konzerns. Im Gegenteil wolle das Unternehmen in der zweiten Hälfte des Wirtschaftsjahres 2009 zusätzliche 50 Millionen Dollar erwirtschaften, indem es die Kosten senkt.

RDA war 2007 von dem Finanzinvestor Ripplewood für rund 2,6 Milliarden Dollar übernommen worden, der das Unternehmen anschließend mit circa 2,1 Milliarden Dollar verschuldet hatte. Die aktuelle Wirtschaftskrise treibt das Unternehmen nun in die Enge. Bereits Ende 2008 hat RDA weltweit laut "Hamburger Abendblatt" 260 Stellen abgebaut.

"Wir möchten die besten Berater während dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation an unserer Seite haben", schreibt Berner. Deshalb habe RDA auch den renommierten Finanzberater Miller Buckfire eingschaltet, der das Medienhaus bei Restrukturierungs- und Finanzierungsthemen berät. pap
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