Reader's Digest Deutschland läuft trotz US-Insolvenz weiter

Montag, 24. August 2009
Keine Veränderungen bei "Reader´s Digest" in Deutschland
Keine Veränderungen bei "Reader´s Digest" in Deutschland

Jetzt ist es offiziell: Der 1922 gegründete US-Konzern "Reader's Digest" hat am Wochenende Insolvenz angemeldet. Durch Umstrukturierungen im Rahmen des Chapter 11 des US-Insolvenzrechts sollen Schulden in Höhe von derzeit 2,2 Milliarden Dollar auf 550 Millionen Dollar reduziert werden. Wie das "Handelsblatt" schreibt, sollen die Gläubiger Anteile des US-Konzerns im Wert von 1,6 Milliarden Dollar erhalten. Die restlichen Anteile sollen demnach an Management und Aufsichtsrat gehen. Ein Stellenabbau ist nicht geplant, die Geschäfte sollen weiterlaufen wie bisher. Die deutsche Ausgabe "Reader's Digest" ist von der Insolvenz nicht betroffen und erscheint weiter wie bisher."Unsere Geschäftstätigkeit ist stabil und hochprofitabel und wir werden sie daher in unserem lokalen Markt Deutschland, Schweiz und Österreich unverändert erfolgreich weiterführen", so Werner Neunzig, Geschäftsführer Reader's Digest Deutschland, Schweiz, Österreich in Stuttgart.

Nach eigenen Angaben verlief das Geschäftsjahr (1. Juli bis 30. Juni) von Reader´s Digest im deutschsprachigen Raum"sehr zufriedenstellend". Der Umsatz konnte um 5,4 Prozent gesteigert werden, auch im Anzeigengeschäft erhöhte sich der Umsatz gegen den derzeitigen Trend um 7,7 Prozent. Der Jahresumsatz liegt laut Unternehmen bei über 200 Millionen Euro.

Das Magazin erscheint seit 1948 mit einer deutschen Ausgabe und einer verkauften Auflage von knapp 754.000 Exemplaren. 80 Prozent des Magazins werden durch Abonnements vertrieben. HOR
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