Razorfish-Verkauf: Angeblich drei Interessenten

Montag, 13. Juli 2009
Die Digital-Agentur bleibt Gegenstand von Gerüchten
Die Digital-Agentur bleibt Gegenstand von Gerüchten

Der Verkauf der Microsoft-Tochter Razorfish wird offenbar konkret. Laut "Wall Street Journal" hat der Softwareriese die Digital-Agentur fünf der größten Werbeholdings der Welt angeboten, darunter WPP, Omicom und Publicis. Diese hätten laut "WSJ" auch Interesse an der Agentur signalisiert. Ebenfalls kontaktiert wurden offenbar die Interpublic Group und Dentsu. Microsoft wolle den Verkauf unter anderem dazu nutzen, die eigene Online-Vermarktung in Schwung zu bringen. So habe Microsoft den Agenturen auch seine Online-Vermarktungstechnologie und Anzeigeninventar mit einem Volumen von mehreren hundert Millionen Dollar angeboten.

Analysten sind jedoch skeptisch, dass ein Verkauf in der derzeitigen Marktsituation in naher Zukunft zustande kommt. Nach Expertenschätzungen ist Razorfish zwischen 600 und 700 Millionen US-Dollar wert. Die Interactive-Agentur gehört zum US-Marketingkonzern Aquantive, den Microsoft vor zwei Jahren übernommen hat. Seitdem kursieren regelmäßig Gerüchte um einen Verkauf von Razorfish. In Deutschland ist Razorfish durch Neue Digitale/Razorfish in Frankfurt vertreten. dh/brö
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