Razorfish Deutschland will Hamburger Mitarbeiter seiner schwedischen Schwester übernehmen

Dienstag, 19. Februar 2002

"Razorfish macht Hamburg dicht" hieß es in der vergangenen Woche. Die Crux an der Geschichte: Die 18 Mitarbeiter, die tatsächlich in der vergangenen Woche in Hamburg gekündigt wurden, gehörten nicht zu Razorfish Deutschland, sondern zur schwedischen Schwestergesellschaft mit Sitz in Stockholm.

Die Zeit der Arbeitslosigkeit könnte für die ehemaligen Razorfish Mitarbeiter allerdings doch schneller als gedacht vorbei sein: Nach Angaben eines Sprechers von Razorfish Deutschland laufen Gespräche zwischen den gekündigten Mitarbeitern und dem deutschen Management, das derzeit prüft, ob es sich lohnt, den Standort zu betreiben.

"Da es sich bei der Razorfish AG und Razorfish Germany um zwei juristisch völlig unabhängige Organisationen handelt, können wir erst jetzt mit den Mitarbeitern über neue Perspektiven bei Razorfish Germany in Verhandlungen treten", sagt Andrea Borgato, Inhaber von Razorfish Germany, der Razorfish Deutschland gemeinsam mit Stefan Hetges im Dezember in Form eines Management-Buy-Outs von der amerikanische Muttergesellschaft übernommen hatte. "Stefan Hetges und ich sind davon überzeugt, dass sich die Geschäfte gut entwickeln werden. Die Aufnahme der Verhandlungen bedeutet de facto, dass wir bei Razorfish Germany Neueinstellungen vornehmen wollen. Und wenn sich genug Hamburger Mitarbeiter für uns entscheiden, werden wir auch ein Office eröffnen können."
Meist gelesen
stats