Ranking: Das sind die beliebtesten Entscheidermedien Europas

Donnerstag, 21. Oktober 2010
Manager stehen auf die "Financial Times"
Manager stehen auf die "Financial Times"

Die "Financial Times" ist in Europa in der Zielgruppe der Führungskräfte die meist gelesene Tageszeitung. Dies geht aus der Studie "BE: Europe 2010 Readership Survey"  hervor, für die das Marktforschungsunternehmen Ipsos Media CT mehr als 8000 Manager in 17 europäischen Ländern befragt hat. Demnach beträgt der Marktanteil der "FT" 15,3 Prozent, was einer Steigerung von 0,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit deutlichem Abstand zur "FT" liegt das "Wall Street Journal Europe" auf Platz 2 (2,4 Prozent Marktanteil), gefolgt von "USA Today" (1,9 Prozent).

In der Kategorie der Wochentitel liegt "The Economist" an der Spitze. Im Vergleich zu 2009 konnte das Magazin seinen Marktanteil um einen Prozentpunkt auf 13,3 Prozent ausbauen. Das "Time"-Magazine schafft es wie im Vorjahr auf den Silberrang. Genau wie "Business Week" auf Platz 3 kann es seinen Marktanteil leicht steigern.

Unter den Monatstiteln hat "Havard Businss Review" die Nase vorn (10,5 Prozent) vor "National Geographic" (8,1 Prozent), dem einzigen Titel unter den Top-Print-Titeln, der sich nicht wirtschaftlichen und politischen Themen widmet. Position 3 belegt das "Bloomberg Markets Magazine" (3,2 Prozent).

In der Kategorie der TV-Sender liegen die Spitzenreiter ebenfalls mit deutlichem Abstand vor den Wettbewerbern. Bei den Nachrichtensendern verteidigt Sky News die Pole-Position mit 7,3 Prozent Tagesreichweite vor BBC World News (4,4 Prozent) und CNN International (3,9 Prozent). Im Bereich Lifestyle führt Eurosport (6,6 Prozent) vor dem Discovery Channel (3,7 Prozent) und National Geographic (3,1 Prozent). Nimmt man die Monatsreichweite als Grundlage ist die Reihenfolge der Nachrichtensender vertauscht: hier liegt CNN International (33,3 Prozent) vor BBC World News (30,9 Prozent) und Sky News (27,3 Prozent).

Wie die Studie belegt, nutzen Manager zunehmend digitale Plattformen, um sich zu informieren. So greifen 72 Prozent auf Online-Angebote zu. Zum Vergleich: 2008 waren es noch 63 Prozent. Etwa die Häfte dieser Gruppe surft via Smartphone im Netz. Diese Steigerung geht laut Ipsos-Direktor James Torr aber nicht zulasten der klassischen Medien: "Anstatt andere Medien zu ersetzen, ergänzen digitale Angebote die Print- und Fernsehnutzung." Die beliebteste redaktionelle Website ist mit 22,7 Prozent Reichweite BBC.com, gefolgt von FT.com (15,4 Prozent) und CNN.com (9,6 Prozent).  bn
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