Radiovermarkter senkten Preise

Donnerstag, 26. Oktober 2000

Auf Druck der werbungtreibenden Wirtschaft, werden die Hörfunkvermarkter ARD-Werbung Sales & Services sowie Radio Marketing Service (RMS) die Hörfunkpreise nach unten austarieren. Die ursprünglich beabsichtigte Preissteigerung von durchschnittlich 10-20 Prozent wird nun mit einem Abschlag von 33-40 Prozent nach unten korrigiert. Die erstmals in diesem Jahr per Telefonabfrage (CATI) erhobenen Reichweiten bescherten den Radiovermarktern ein Leistungsplus von 33 Prozent. Die jetzige Preissenkung sei „ein Etablierungsbonus für die Validierungsweise der CATI-MA“, erklärte Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der RMS. Achim Rohnke, Chef der ARD-Werbung, sagte: „Über diese Brücke können wir als Radiovermarkter gehen. Das Powerplay ist zu Ende.“ Die Preise für die einzelnen Angebote sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Im kommenden Jahr rechnen beide Vermarkter mit einem zweistelligen Wachstum der Hörfunkwerbung. Trotz der Preissenkung riefen die Mediaagenturen wie HMS Carat, More Media und Optimedia zum Boykott des Radioday auf.
Meist gelesen
stats