Radioverband fordert schnelle Werbe-Beschränkung auf ARD-Wellen

Mittwoch, 29. August 2012
-
-

Die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) fordert eine schnelle Beschränkung von Werbung auf den Radiowellen der ARD. Die Politik müsse das Thema in den kommenden Wochen und Monaten regeln und Radiowerbung auf öffentlich-rechtlichen Sender bundesweit auf 60 Minuten am Tag beschränken, fordert APR-Vorsitzender Felix Kovac. Bislang sind die Werbezeiten auf Länderbene festgeschrieben und unterscheiden sich damit von Sender zu Sender. Auf eine Stunde am Tag beschränkt ist die Werbung bereits beim NDR, der als Vorbild für die Forderungen von APR und dem größeren TV- und Radioverband VPRT dienen. Beide Verbände fordern seit Jahren einen "Einstieg in den Ausstieg" aus der Radiowerbung der Öffentlich-Rechtlichen.

Kovac fordert zudem, dass es keine Ausgleichszeiträume geben soll, "sonst ist eine solche Regelung wirkungslos, wenn im Sommer nicht nachgefragte Werbezeit im Weihnachtsgeschäft vermarktet wird. Eine Begrenzung wäre das nicht", sagt er. Zudem soll nur pro Anstalt nur eine ARD-Welle Werbung transportieren dürfen.

Bei den Werbungtreibenden stößt der Vorstoß der Verbände bislang auf Ablehnung. In Studien versuchen sie zu belegen, dass die gesamte Gattung Radio unter einem Werbe-Aus leiden würde, da die ARD-Wellen unverzichtbar seien für eine deutschlandweite Abdeckung. pap
Meist gelesen
stats