Radios müssen für Bundesliga-Live-Berichte zahlen

Donnerstag, 12. Juni 2003

Nach einem Gerichtsurteil des Hamburger Oberlandesgericht dürfen Vereine der Fußball-Bundesliga Gebühren von privaten Hörfunksendern für die Live-Berichterstattung von Fußballspielen verlangen. Das Gericht hat damit die Klage des Privatsenders Radio Hamburg gegen die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und zwei Hamburger Fußball-Clubs in zweiter Instanz abgewiesen.
Der Sender hatte im Namen von 60 privaten Radios geklagt und eine grundsätzliche Absage an Hörfunklizenzen für Fußball-Live-Berichte im Radio gefordert. "Natürlich mussten wir mit einer Teilniederlage rechnen, aber es gibt noch ein Rückspiel", kommentierte Stephan Schwenk, Geschäftsführer von Radio Hamburg, das Urteil. Der Sender will in die dritte Runde gehen und Revision gegen das Urteil beim Bundesgerichtshof einlegen. ra
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