Radiomarkt Berlin: Schmitter warnt vor Ignoranz

Freitag, 08. Oktober 2010
Schmitter will Gleichbehandlung
Schmitter will Gleichbehandlung

Stephan Schmitter, Geschäftsführer des RCB Radio Center und der RTL Radiovermarktung in Berlin, warnt davor, die Hauptstadt in der Mediaplanung zu ignorieren. "Die Mediaagenturen konzentrieren sich auf die großen Kombis und buchen nicht mehr extra dazu", sagt er. "Berlin muss aufpassen, dass es nicht plötzlich aus der Planung verschwindet." Der Berliner Radiomarkt ist der am stärksten umkämpfte in Deutschland. Im Hörermarkt treten in der Region Berlin/Brandenburg sechs öffentlich-rechtliche Stationen und ein Dutzend privater Sender gegeneinander an. Kein anderes Gebiet verfügt über eine solche Vielfalt. Entsprechend hart ist auch der Wettbewerb im Werbemarkt.

Dass sich große Agenturen nun auf die großen Kombis von RMS und AS&S konzentrieren und regional weniger zubuchen, ist laut Schmitter eine neue Entwicklung. Berlin werde schlechter gebucht, als viele andere Regionen, berichtet er, der den zweitgrößten privaten Sender der Region, 104.6 RTL, vermarktet, sowie Spreeradio. 2009 sei das Geld im Zuge der Krise eingespart worden und käme nun nicht mehr zurück. Die Begründung: Nach MA-Daten betrachtet hat die Hauptstadt einige Defizite wie eine geringere Einkommensstruktur und höhere Arbeitslosenzahlen.

Auf der anderen Seite ist die Stadt die kreative Hochburg, der Ort an dem sich Prominente alle Art ein Stelldichein liefern und das attraktivste touristische Reiseziel in Deutschland. Schmitter will diese Werte stärker in den Vordergrund rücken. "Die Hauptstadt hat in der Mediaplanung Gleichbehandlung verdient", sagte er am Rande des Radio Days. pap
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