Radioholding Regiocast verlässt Rundfunklobby-Verband VPRT

Montag, 27. September 2010
Erwin Linnenbach
Erwin Linnenbach

Spaltpilz on Air: Dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) droht ein Mitgliederschwund. Die Holdingfirma Regiocast, die Anteile an Radiosendern wie dem Berliner Rundfunk, 94.3 RS2 und PSR hält, will den Lobbyverband zum Jahresende verlassen. Hörfunk benötige eine eigene Interessenvertretung, erklärt Regiocast-Chef Erwin Linnenbach in einem Interview. Diese Aussage darf als Kritik an einer als zu stark empfundenen Ausrichtung des VPRT an den Interessen der TV-Sender verstanden werden.

In diese Kerbe haut auch Christophe Montague, Chef der NRJ-Radiogruppe: „Der Bereich Radio fällt immer hinten runter. Es stehen ständig Fernsehinteressen im Vordergrund", zitiert der „Spiegel" Montague. Danach fühlten sich viele private Radiostationen in Fragen wie der Regelung von Gewinnspielen oder der Werbefreiheit der ARD-Radiosender vom VPRT schlecht vertreten. rp
Meist gelesen
stats