Radio: Netto geht es um 3 Prozent bergab

Mittwoch, 16. September 2009
Steffen Müller, Geschäftsführer von Moira Rundfunk
Steffen Müller, Geschäftsführer von Moira Rundfunk

"Die Krise ist für das Medium Radio der perfekte Sturm", sagt Steffen Müller, Geschäftsführer von Moira Rundfunk in Ludwigshafen, in einem Interview mit HORIZONT.NET. Die Mediengattung habe das geschafft, was alle wollten, nämlich sich als Abverkaufsmedium in der Krise zu positionieren. Das gelte auch für 2010. Die Sturmschäden sähe man aber weniger bei den Brutto-Werbespendings. Hier prognostiziert Müller für die Gesamtbranche ein leichtes Plus. "Netto wird die Branche aber eher bei einem Minus von 2 bis 3 Prozent liegen", so Müller.

Im Vorfeld des Radio Days, der am 22. September in Köln stattfindet, dürfte die Preisentwicklung wieder eines der zentralen Themen sein, über die die Branche diskutiert. Lösungen gegen den Abwärtstrend der Netto-Erlöse sieht Müller in neuen Kommunikationsformen mit "hoher Relevanz und entsprechender Marktdurchdringung".

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Die Einschätzungen weiterer Vermarkter und Senderchefs lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 38/2009.

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Nachholbedarf gibt es für Müller bei der Vermarktung von Streaming-Angeboten. Hier beginne aber die Schnittstelle zu einer Erweiterung des Geschäftsmodells hin zu Pay-Radio. jm
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