Radio-MA: SWR 3 ist absoluter Reichweitengewinner

Dienstag, 20. Juli 2004

Die Macher von SWR 3 dürfen die Sektkorken knallen lassen: Mit einem Plus von 94.000 Hörern in der durchschnittlichen werbeführenden Stunde ist das junge Programm der absolute Reichweitengewinner der aktuellen Radio-Media-Analyse 2004/II. Mit einem Plus von 11,4 Prozent kommt der Elchsender auf 919.000 Hörern in der werbeführenden Stunde. Insgesamt überwiegt im Südwesten die gute Stimmung: Nicht nur die Öffentlich-Rechtlichen können in der Bruttoreichweite zum Teil prozentual zweistellig zulegen, auch das baden-württembergische Big FM - Der neue Beat und Die Neue 107.7 können sich über kräftige Zuwächse von plus 15,7 respektive plus 26,3 Prozent freuen.

Auf der Verliererseite stehen in Baden-Württemberg dagegen Radio Ton, dem 17.000 Hörer abhanden kommen (minus 16,2 Prozent), sowie Hit Radio Antenne 1(minus 9,8 Prozent) und Radio Regenbogen (minus 4,3 Prozent). Das rheinland-pfälzische Big FM Hot Music Radio kommt auf Anhieb auf 90.000 Hörer. Schmerzhaft fallen dagegen die Verluste beim öffentlich-rechtlichen Jump aus: 79.000 weniger Hörer (minus 15,6 Prozent) zählt der Jugendsender aus dem Osten und fällt damit auf insgesamt 427.000 Hörer zurück. Auch die MDR-1-Wellen verlieren an Reichweite. In Mecklenburg-Vorpommern gewinnt die Ostseewelle 21.000 Hörer (plus 25,6 Prozent), Konkurrent Antenne MV muss dagegen 27.000 Hörer abgeben (minus 11,5 Prozent). In Thüringen verliert die Landeswelle 12.000 Hörer (minus 10,3 Prozent), wogegen Antenne Thüringen sich um denselben Prozentsatz um 22.000 Hörer auf 213.000 verbessert. Das vor einer Woche neuformatierte Hit-Radio RTL kann nach den herben Reichweitenverlusten in der vorhergehenden Radio-MA wieder Boden gewinnen und kommt auf knapp über 100.000 Hörer. Ein erneutes Wachstum verzeichnen Energy Sachsen und RSA mit plus 26,2 und 21,5 Prozent.

Über satte Zugewinne können sich in Sachsen-Anhalt 89.0 RTL mit 30.000 mehr Hörern (plus 35,7 Prozent) und Radio Brocken (plus 17 Prozent) freuen. Radio SAW baut seine Spitzenposition aus und kommt mit einem Zugewinn von 22.000 Hörern auf eine Reichweite von 373.000 Hörer. Reichweitenstärkster Sender Deutschlands bleibt Radio NRW, der seine Bruttoreichweite mit plus 2,4 Prozent auf 1,55 Millionen Hörer souverän behauptet. "Die Hörer werden immer anspruchsvoller, was gute Unterhaltung betrifft", erklärt Programmchefin Elke Schneiderbanger den Erfolg der Lokalfunkwellen. WDR 4 kommt mit einem Zuwachs von 27.000 auf 979.000 Hörer (plus 2,8 Prozent), die WDR-Jugendwelle Eins Live verliert 80.000 Hörer und zählt nunmehr 813.000 Hörer. Auch in Bayern kann der größte Privatsender Antenne Bayern seine Position verteidigen: 687.000 Hörer - 17.000 mehr als in der vorhergehenden MA - lautet die Bilanz. Der erstmals ausgewiesene Ableger Rock Antenne kommt auf 27.000 Hörer. Einen satten Zugewinn im öffentlich-rechtlichen BR-Portfolio kann Bayern 4 Klassik verzeichnen: Plus 41,2 Prozent auf 96.000 Hörer. Den größten prozentualen Sprung im Bundesgebiet legt Delta Radio hin: Die Programm-Macher aus Schleswig-Holstein können sich über plus 46,6 Prozent, also insgesamt 85.000 Hörer Bruttoreichweite freuen. In Niedersachsen gewinnt Hit-Radio Antenne 32.000 Hörer hinzu (plus 8,3 Prozent), Radio 21 gewinnt 25.000 Hörer (plus 37,3 Prozent). Im Stadtgebiet der Bundeshauptstadt kann sich der Berliner Rundfunk über einen kräftigen Zugewinn von 32,8 Prozent freuen. Auch BB Radio und Jazzradio erzielen in Berlin prozentual zweistellige Zuwächse. RS2 behauptet seine Spitzenposition mit 106.000 Hörern.

In Hessen verliert Hit-Radio FFH 33.000 Hörer (minus 5,1 Prozent). Konkurrent HR 3 kann dagegen wie die meisten anderen Pop- und Servicewellen der ARD seine Position mit einem Plus von 17.000 Hörern (plus 5,6 Prozent) leicht ausbauen. Die umformatierte HR-Jugendwelle You FM verliert dagegen 13,3 Prozent der Hörer. sch
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