Radio MA: Größere Grundgesamtheit, längere Hördauer

Mittwoch, 03. März 2010
Hans Georg Stolz sieht Radio auch "in zeiten struktureller Veränderungen" vorne
Hans Georg Stolz sieht Radio auch "in zeiten struktureller Veränderungen" vorne

Der Hörfunk erfreut sich großer Beliebtheit: Die Hördauer legt laut der MA 2010 Radio I im Vergleich zum Vorjahr um 4 Minuten zu und beträgt aktuell durchschnittlich 192 Minuten. Täglich hören 78,6 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahren Radio, damit bleibt die Tagesreichweite weitestgehend konstant (MA 2009 Radio II: 78,7 Prozent). Die durchgängig hohen Werte der Gruppe der Berufstätigen (Tagesreichweite: 82,2 Prozent, Hördauer in Minuten: 222) zeigen, dass Radio hauptsächlich als Begleitmedium genutzt wird. Diese Werte gehen aus den Eckdaten der aktuellen Radio-MA hervor, die die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA) bereits vorab veröffentlicht hat. Die komplette Hörfunkanalyse folgt am 10. März. Hans Georg Stolz, Vorstandsvorsitzender der AG.MA sagt, die Daten bestätigten das Radio als "soziographisches Allround-Medium, das "nach wie vor alle Zielgruppenfacetten bedienen kann".

Die Grundgesamtheit, die als Basis für die Analyse genutzt wird, wurde in diesem Jahr erstmals modifiziert. Ab sofort wird die gesamte deutschsprachige Bevölkerung inklusive der Nicht-EU-Ausländer erfasst, was einen Zuwachs der Grundgesamtheit um 3,8 Millionen auf rund 73,7 Millionen Menschen ausmacht. Ein direkter Vergleich mit den Zahlen des Vorjahres ist somit nicht möglich. Beispielsweise hat die Tagesreichweite prozentual abgenommen (siehe oben), in absoluten Zahlen ist die Reichweite des Radios jedoch um 2,9 Millionen auf rund 57,9 Hörer angestiegen.

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse setzt sich aus rund 260 Unternehmen der Werbe- und Medienwirtschaft zusammen und ermittelt regelmäßig das Mediennutzungsverhalten der deutschen Bevölkerung. hor
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