RTL und Pro Sieben sind an der Fußball WM 2006 interessiert

Donnerstag, 12. Februar 2004

Die beiden Privatsender RTL und Pro Sieben interessieren sich offenbar für die Übertragungsrechte der Fußball WM 2006 in Deutschland. Dies meldet das "Handelsblatt". Gespräche sind laut RTL aber noch nicht geführt worden. In Kreisen der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF kann man sich die Privaten als Juniorpartner für die Weltmeisterschaft 2006 gut vorstellen. Dennoch setzen, so das "Handelsblatt", ARD und ZDF darauf, wie ursprünglich geplant, alle WM-Spiele zu erwerben, um sie dann später an Bertelsmann oder die ehemalige Senderfamilie von Leo Kirch zu verkaufen.

Gegenwind von der Politik erwarten die Öffentlich-Rechtlichen nicht. Bereits Ende letzten Jahres signalisierten verschiedene Politiker, dass alle Sender bei der WM in Deutschland an einem Strang ziehen sollten. Unterdessen sind die Gespräche zwischen ARD und ZDF mit dem Rechtevermarkter Infront in eine schwierige Phase geraten. "Die Verhandlungen sind blockiert", sagte gestern ein ARD-Sprecher. Die Sender hätten ihre Option bis Ende Januar gezogen und wie erwartet ein Angebot für 24 der insgesamt 64 Spiele abgegeben. Die Verhandlungen haben sich an den unterschiedlichen Preisvorstellungen festgefahren. ARD und ZDF sind offenbar nicht bereit für alle 64 Spiele die von Infront geforderten rund 350 Millionen Euro zu zahlen. Schon 250 Millionen Euro sind dem Vernehmen nach für ARD und ZDF zu viel. nr
Meist gelesen
stats