RTL soll Bußgeld zahlen

Freitag, 24. Oktober 2003

Ein Verstoß gegen den Rundfunkstaatsvertrag und die Werberichtlinien aus dem Jahr 1993 hat jetzt für den Kölner Privatsender RTL unangenehme Folgen. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg gab der für RTL zuständigen Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) recht: Die Medienhüter werfen RTL vor, TV-Filme zu Reihen zusammengefasst zu haben und diese - wie bei Serien erlaubt - alle 20 Minuten durch Werbung unterbrochen zu haben.

TV-Filme dürfen aber nur alle 45 Minuten unterbrochen werden. Die NLM geht von Mehreinnahmen in Höhe von 20 Millionen Euro aus und will diese nun als Bußgeld zurück. Zwar liegt der Fall beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht. Das Urteil aus Luxemburg stützt jedoch die NLM-Argumentation. Die Richter sehen Filme nur dann als Reihe, wenn sie inhaltlich verknüpft sind. Die Verbindung durch Titel wie "Der große TV-Roman" reiche nicht aus. he
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