RTL feiert Splitt-Screen-Premiere

Montag, 01. März 1999
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Werbepremiere IBF RTL Sven Ottke Italiener IP-Deutschland


Beim IBF-Titelfight der RTL-Box-Hoffnung Sven Ottke gegen den Italiener Giovanni Nardiello bekamen die Zuschauer am Samstag abend eine Werbepremiere zu sehen. Während der zwei Werbeunterbrechungenin dem nur 3 Runden langen Kampf konnten die Zuschauer in einem kleinen Kasten am oberen Bildrand (Redaktionsscreen) die Vorgänge in der Ringecke weiter verfolgen. In einem größeren Bildkasten (Werbescreen) liefen die Werbespots ab. Splitt-Screen nennt sich diese optische Trennung von Werbung und laufendem Programm. Nach der bisherigen Auslegung des Trennungsgebotes von Werbung und Programm in Fernsehrichtlinie und Rundfunkstaatsvertrag ist der Splitt-Screen verboten, denn der Gesetzgeber geht nicht nur von der optischen sondern auch von der zeitlichen Trennung beider Elemente aus. "Wirwollten durch die positiv-konstruktive Provokation allen Beteiligten zeigen, wie zuschauerfreundlich und optisch schön diese Werbeform ist", erklärt Andreas Kühner vom Werbezeitenvermarkter IP-Deutschland dazu. Natürlich hoffe man das "der Gesetzgeber das Ganze nun endlich auch positiv sanktionieren" werde. Die Werbekunden zahlten für einen Spot im Kasten das gleich wie für einen Vollbild spot: Ein 30-Sekünder kostete 87 000.
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