RTL Radio klagt gegen Vermarktungsgemeinschaft

Donnerstag, 08. November 2001

Unabhängig von der Entscheidung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) geht RTL Radio rechtlich gegen die Übernahme der Regionalvermarktung des Berliner Rundfunks durch die Top Radiovermarktung von RS2 und Kiss FM vor. "Damit gibt der Berliner Rundfunk einen Teil seiner Unabhängigkeit auf", argumentiert Jürgen Filla, Geschäftsführer von 104.6 RTL. Die Klage begründet er vorrangig mit unternehmerischen Aspekten und nicht ausschließlich damit, dass RTL Radio mit 30 Prozent am Berliner Rundfunk beteiligt sei. Immerhin habe der Berliner Rundfunk in den letzten Jahren zweimal die erste Position auf dem Berliner Radiomarkt besetzt. Von solch einem Wettstreit verabschiede er sich mit der Abgabe seiner regionalen Vermarktung, sagt Filla. Branchenkenner gehen davon aus, dass die Übernahme der Vermarktung durch RS2 ein erster Schritt zu einer Senderfamilie ist. Die MABB hatte sich am Montag erstmals mit der Angelegenheit befasst und war noch nicht zu einem abschließenden Urteil gekommen.
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