RTL Group kehrt 2003 in Gewinnzone zurück

Mittwoch, 17. März 2004

Europas größter TV-Konzern, die RTL Group, ist 2003 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Aussichten des Werbemarktes im laufenden Jahr bewertete das Unternehmen jedoch verhalten. Im vergangenen Jahr habe der Nettogewinn bei 14 Millionen Euro gelegen nach einem Verlust von 56 Millionen Euro im Jahr 2002, teilte die Bertelsmann-Tochter am Mittwoch mit. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) sei um 14,9 Prozent auf 487 Millionen Euro gestiegen.

Die Entwicklung des Werbemarktes sehe das Unternehmen weiter zurückhaltend, erklärte Konzern-Chef Gerhard Zeiler. Es gebe zwar in einigen Märkten, auf denen die RTL Group vertreten sei, erste Wachstumsanzeichen, doch Verbrauchervertrauen und Handelsumsätze blieben Besorgnis erregend. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um 2,1 Prozent auf 4,452 Milliarden Euro. Dazu beigetragen hätten zunehmend Aktivitäten, die nichts mit dem Werbemarkt zu tun hätten. Gleichwohl habe das Unternehmen in den meisten Märkten sowohl bei den Zuschaueranteilen als auch bei den Werbeanteilen zugelegt.

In Deutschland stieg das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen um knapp zehn Prozent auf 261 Millionen Euro. Damit habe die RTL Group mehr als die Hälfte ihres Ebita in Deutschland erzielt.

Der Zuschaueranteil habe sich bei allen Sendern hier zu Lande verbessert. So habe der Fernsehsender RTL mit 18,2 Prozent Marktanteil bei der Zuschauergruppe der 14 bis 49-Jährigen sein bestes Ergebnis seit 1997 verbucht.

Zugleich sei RTL damit das elfte Jahr in Folge Marktführer bei dieser für das Unternehmen wichtigsten Zuschauergruppe gewesen. Vor allem Formate wie "Deutschland sucht den Superstar" und "Wer wird Millionär" hätten zum Erfolg beigetragen. Den britischen Sender Channel Five werde die RTL Group nicht verkaufen, sagte Zeiler weiter. "Wir sind keine Verkäufer." Der Konzern stehe zu Channel Five. nr
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