RTL Group: Umsatz stabil, Gewinn steigt, Ausblick zurückhaltend

Donnerstag, 16. Mai 2013
Der Umsatz der RTL Group stagnierte im 1. Quartal
Der Umsatz der RTL Group stagnierte im 1. Quartal


Im 1. Quartal 2013 kann die RTL Group den Umsatz mit 1,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal gerade mal halten. Das Miniplus von 0,5 Prozent ist einem Umsatzanstieg der Mediengruppe RTL Deutschland um 1,1 Prozent auf 461 Millionen Euro geschuldet sowie dem Verkauf der Rechte an der Handball-Weltmeisterschaft duch UFA Sports im Januar. Die übrigen Märkte, vor allem der wichtige französische, sehen in den ersten Monaten des Jahres dagegen trüb aus. Auch der Ausblick ist verhalten. Zu Beginn des 2. Quartals seien die Bedingungen auf den Werbemärkten "weiterhin herausfordernd gewesen, mit rückläufigen Werten in allen Kernmärkten der RTL Group", teilt das Unternehmen mit. Damit läuft es auch im wichtigen Deutschlandgeschäft nicht mehr rund.

Die Co-CEOs Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch legen ihren Schwerpunkt denn auch darauf, ihre Führungsposition zu halten und "weiterhin starke Finanzergebnisse zu liefern". Das dürften die Aktionäre gerne hören. Haupteigner Bertelsmann hatte seinen Anteil im April von 92,3 Prozent auf 75,1 Prozent gesenkt und die Aktien über die Börsen in Luxemburg und Frankfurt verkauft. Der Zeitpunkt war angesichts des unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes gut gewählt. Aktuell notiert die Aktie bei 59 Euro.

Im 1. Quartal 2013 lag das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuer und Abschreibungen (Ebita) bei 207 Millionen Euro - 8,4 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Vor allem ein höheres Ergebnis bei der Mediengruppe RTL Deutschland ist für das Plus verantwortlich. Der Nettogewinn der RTL Group ist um 18,7 Prozent auf 133 Millionen Euro gestiegen - 21 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Grund ist zu meinen das bessere operative Ergebnis, zum anderen eine teilweise Aufhebung einer Abschreibung auf den RTL-Group-Anteil am spanischen Rundfunkunternehmen Atresmedia, vormals Grupo Antena 3.

Die Nettofinanzschulden lagen zum 31. März 2013 bei 278 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2012 hatte der Konzern noch eine Netto-Cash-Position von satten 1,05 Milliarden Euro. Vor dem Teilausstieg von Bertelsmann musste die RTL Group jedoch noch eine Dividende von 1,623 Milliarden Euro ausgeschüttet - und damit mehr als den Gewinn von 597 Millionen Euro im Jahr 2012. Langfristig strebt die RTL Group nun einen  Verschuldungsgrad an, der 0,5 bis 1 mal so hoch ist wie das Ebitda. pap
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