RTL-Gesicht Jauch moderiert im Ersten

Donnerstag, 10. Juni 2010
Jauch gibt Stern-TV-Moderation 2011 ab
Jauch gibt Stern-TV-Moderation 2011 ab

Nun also doch: RTL-Moderator und Sendergesicht Günther Jauch bekommt ab 2011 eine eigene politische Gesprächssendung am Sonntagabend im Ersten. Die ARD hatte sich seit Jahren darum bemüht, Jauch zum Gemeinschaftsprogramm zu bekommen. Zuletzt war der öffentlich-rechtliche Sender im Januar 2007 gescheitert, als Jauch nach wochenlangen Verhandlungen und öffentlichen Querschüssen einzelner ARD-Intendanten entnervt abgesagt hatte. Die Moderation der wöchentlichen RTL-Sendung "Stern TV" wird Jauch im Laufe des Jahres 2011 abgeben. Wer seine Nachfolge antritt, soll spätestens Anfang 2011 bekannt gegeben werden. Die Quiz-Show "Wer wird Millionär?", die in der letzten Saison durchschnittlich 20,3 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen holte, wird Jauch dagegen weiter moderieren.

"Wir sind natürlich nicht glücklich über seine Entscheidung in Sachen ,Stern TV', freuen uns jedoch sehr auf die Fortsetzung unserer bewährten Zusammenarbeit im Show-Bereich", so RTL-Chefin Anke Schäferkordt. Auch weitere Ausgaben von "Fünf gegen Jauch" sind geplant. Zudem  arbeiten Jauch und RTL an einem neuen Show-Konzpet, das auf der Programmpressekonferenz am 8. Juli präsentiert und im Herbst ausgestrahlt werden soll.

Mit der ARD hat Jauch einen Drei-Jahres-Vertrag abgeschlossen. "Schön, dass es im zweiten Anlauf geklappt hat", sagt er. Das Erste will mit Jauchs Start auch das Sendeschema modifizieren. "Anne Will", die nach Jauchs Absage 2007 die Nachfolge von Sabine Christiansen am Sonntagabend angetreten hatte, wird einen neuen Sendeplatz erhalten.  Die "Tagesthemen", die derzeit zwischen 22.15 und 22.25 Uhr starten, sollen von Montag bis Donnerstag einen einheitlichen Sendebeginn bekommen. An diesen Wochentagen sollen auf der Spätabendleiste Gesprächssendungen ausgestrahlt werden. Dort könnte auch "Anne Will" hinwechseln.

"Mit Jauch geht's auch - und zwar noch viel besser", kommentiert ARD-Programmdirektor Volker Herres den Deal. Er spielt damit auf die Aussage des damaligen SWR-Intendanten Peter Voß an, der nach Jauchs Absage im Januar 2007 gesagt hatte: "Ohne Jauch geht's auch". pap
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