RTL-Chefin Schäferkordt: "Wir brauchen eine einheitliche Währung"

Freitag, 19. April 2013
RTL-Chefin Anke Schäferkordt fordert eine einheitliche TV-Währung
RTL-Chefin Anke Schäferkordt fordert eine einheitliche TV-Währung
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Anke Schäferkordt
, Co-CEO der RTL Group, fordert eine einheitliche Währung für lineare und non-lineare TV-Inhalte. "Wir brauchen eine einheitliche Währung für die Werbetreibenden", sagte sie dem WSJ.de, der deutschen Internetseite des "Wall Street Journal". Internetbasiertes Fernsehen spielt derzeit in Deutschland zwar nur eine geringe Rolle, weist in jüngeren Zielgruppen jedoch hohe Wachstumsraten auf. Bislang wird in Deutschland jedoch nur die lineare TV-Nutzung gemessen und zwar von der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF). Diese will zwar auch Onlinevideos mit in die Messung integrieren. Das Verfahren ist jedoch hoch komplex.

Die Sender haben ein hohes Interesse an einer einheitlichen Währung, könnten sie so die vermarktbaren Zuschauerzahlen doch deutlich steigern. Schon jetzt bauen sie das Angebot an Video-on-Demand-Inhalten und damit vermarktbarer Fläche aus. RTL habe in Deutschland mit Webseiten und Catch-up-Angeboten 2012 erstmals über 1 Milliarde Videoabrufe generiert. Vor allem Daily Soaps sind laut Schäferkordt stark nachgefragt.

RTL will die Verbreitung der eigenen Inhalte weiter steigern. "Unser Ziel ist es, Verträge mit allen relevanten Plattformbetreibern abzuschließen", sagt Schäferkordt. Anfang April hatte sich RTL mit Zattoo auf das Streaming des Programms geeinigt. pap
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