RTL-Chefin Anke Schäferkordt fordert neue Medienordnung

Donnerstag, 09. Dezember 2010
Schäferkordt will fairen Wettbewerb
Schäferkordt will fairen Wettbewerb

Für eine neue Medienordnung macht sich RTL-Deutschland-Chefin Anke Schäferkordt im HORIZONT-Interview stark. "Die komplette Rundfunkordnung ist nicht mehr zeitgemäß. TV wird stark reguliert, das Internet dagegen kaum", kritisiert sie. Die Konvergenz von Internet und Fernsehen, über die alle jahrelang gesprochen hätten, sei nun da. Die Regulierung müsse entsprechend angepasst werden. Im Vergleich zum Internet werden die TV-Veranstalter medienrechtlich stark eingeschrännkt. Wenn Fernsehen und Internet auf hybriden Endgeräten empfangen werden, tritt dieser Widerspruch deutlich zutage. "Es muss nicht alles gleich reguliert sein, aber die Regulierung sollte einen fairen Wettbewerb ermöglichen", appeliert Schäferkordt daher an den Gesetzgeber.

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Das komplette Interview mit Anke Schäferkordt lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 49/2010 vom 9. Dezember 2010

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Sie fordert auch den Schutz der Inhalte. "Was nützt die schönste Infrastruktur, wenn die zu transportierenden Inhalte nicht mehr refinanziert werden können", sagt Schäferkordt. "In der digitalen Welt müssen Inhalteanbieter mehr denn je vor parasitärer Nutzung und Piraterie geschützt werden, vor den Anbietern also, die mit kretaiven, professionell produzierten Inhalten anderer etwa im Internet Geld zu verdienen, ohne dass die Kreativwirtschaft etwas davon hat." pap
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