RTL-Chef Zeiler spart weiter

Donnerstag, 12. November 2009
Zeiler rechnet mit höherem Preisdruck
Zeiler rechnet mit höherem Preisdruck

Trotz der anziehenden Werbebuchungen im September und Oktober geht Gerhard Zeiler, Chef der RTL Group in Luxemburg, von einem anhaltenden Preisdruck aus. Angesichts des deutlich steigenden Angebots an TV-Sendern und damit auch der Werbefläche müssten sich alle Sender auf "neue Realitäten" einstellen, so Zeiler im Gespräch mit dem Mitarbeitermagazin "Backstage". "Selbst wenn die Nachfrage konstant bleibt, wird der Druck auf die Werbepreise ansteigen. Unglücklicherweise wird dieser Trend nicht auf wundersame Weise verschwinden, wenn sich die ökonomische Situation verbessert", sagt der CEO des zu Bertelsmann gehörenden TV-Konzerns. Um dem zu begegnen, will Zeiler die Kosten im Kerngeschäft bis 2011 weiter signifikant senken. 

Mit den Neun-Monats-Zahlen hatte die RTL Group diese Woche bereits eine Ersparnis bei den operativen Kosten von satten 289 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr vermeldet. Das ist offensichtlich noch nicht genug. Die Produktions- und Einkaufskosten sollen noch weiter sinken, durch Umstrukturierungen die Effizienz gesteigert und damit überstürztes Handeln vermieden werden.

Um auf der anderen Seite die Einnahmen zu erhöhen, will Zeiler den Diversifikations- und Paybereich ausbauen und ins Internet und die Contentproduktion investieren. Zeiler: "Kosten im Kerngeschäft zu senken, ist nur die eine Seite der Gleichung. Auf der anderen Seite müssen wir weiter in diese vielversprechenden künftigen Geschäftsfelder investieren." pap 
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