RTL-Chef Zeiler friert Gehälter ein

Freitag, 24. Juli 2009
Hat zur Zeit wenig zu lachen: RTL-Chef Zeiler
Hat zur Zeit wenig zu lachen: RTL-Chef Zeiler

Auch in der Konzernzentrale der RTL Group in Luxemburg ist künftig Schmalhans Küchenmeister. RTL-CEO Gerhard Zeiler hat einen Einstellungsstopp verhängt und die Gehälter für die Mitarbeiter in der Zentrale eingefroren. Finanzvorstand Elmar Heggen rechnet sogar mit 20 bis 30 Prozent geringeren Personalkosten, weil die Verträge - vor allem des Managements - zum Teil sehr stark von der Performance der TV-Gruppe abhängen. Außerdem gibt die RTL-Group weniger Geld  für externe Berater aus.  "Die Zentrale sollte mit gutem Beispiel vorangehen", begründet Zeiler die Maßnahmen in der Mitarbeiterzeitung "Backstage". Bereits im Frühjahr hatte Zeiler die Senderchefs aufgefordert, einen strikten Sparkurs einzuhalten und die Kosten im Kerngeschäft dauerhaft zu senken. Von 10 bis 20 Prozent ist bei Insidern die Rede. Hintergund: Zeiler rechnet damit, dass die weggebrochenen Werbeeinnahmen nicht vollständig zurückkommen, wenn die Konjunktur wieder anzieht.

Bereits in mehreren Ländern sind die Verantwortlichen beherzt ans Werk gegangen und haben deutlich Stellen abgebaut. Bei der Cash-Cow Mediengruppe RTL Deutschland sind große Kündigungswellen dagegen bislang ausgeblieben. Deutschlandchefin und Ex-Controllerin Anke Schäferkordt hat bereits in der Vergangenheit die Kosten spürbar gesenkt und hofft nun mit Einsparungen bei den Produktionskosten auszukommen. "Sinkende Werbeeinnahmen bedeutet nun mal, dass nicht mehr alles geht und der Sender sich auf Formate konzentrieren muss, die der Zuschauer liebt und in der Haupt-Primetime sehen will", sagte Schäferkordt bei der Programmpräsentation in Hamburg. pap
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