RTL 2 verzichtet auf revolutionäre Formate

Donnerstag, 12. Februar 2009
Jan Kühl, Chef des RTL-2-Vermarkters El Cartel
Jan Kühl, Chef des RTL-2-Vermarkters El Cartel

Der Sender RTL 2 setzt in diesem Jahr ganz auf Kontinuität im Programm und in der Vermarktung durch den hauseigenen Vermarkter El Cartel. „Unsere starken Sendermarken werden wir weiter ausbauen", sagte El-Cartel-Geschäftsführer Jan Kühl in München.  Dazu zählen Formate wie die Make-Over-Show „Zuhause im Glück", „Frauentausch", „Die Kochprofis" und das Automagazin „Grip". Diese erreichen in der Regel zweistellige Quoten und liegen damit über dem Senderschnitt von um die 6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Revolutionäre Innovationen hat der Sender für die laufende Saison dagegen nicht im Gepäck. Stattdessen sollen die bestehenden Formate nachjustiert werden. „Ich lerne, dass Fernsehen viel Handwerk ist und nicht nur Bauchgefühl", so Kühl. Im Werbemarkt liege El Cartel im 1. Quartal „im Plan". Kühl räumt jedoch ein, sich dem allgemeinen Marktbedingungen im angespannten Umfeld nicht entziehen zu können.

Zu den neuen Programmen mit denen RTL 2 und El Cartel Zuschauer- und Werbemarkt begeistern wollen, gehört die Casting-Show „Restaurant sucht Chef", in der eine dreiköpfige Jury aus 28 Finalisten den Sieger ermittelt, der das Restaurant übernehmen kann. In der Jury sitzen Kochprofi Stefan Marquard, Privatköchin Harriet Deris und der Münchner Gastronom Carl von Walderdorff. RTL 2 erwartet, dass  die Show, die ab kommendem Montag auf dem Sendeplatz der „Kochprofis" um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird, die zweistelligen Quoten der Köche hält. Mit der Show bekräftigt El Cartel den Glauben an Kochformate. Trotz rund 2400 Stunden jährlicher Koch- und Ernährungssendungen sei das Potenzial noch nicht ausgereizt, so El-Cartel-Marketingchefin Sabine Ensslin. pap

Das Interview mit Jan Kühl erscheint in Horizont 8/2009 vom 19. Februar 2009
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