RMS wächst stärker als der Gesamtwerbemarkt

Montag, 06. Februar 2006

Der Hamburger Hörfunkvermarkter Radio Marketing Service (RMS) hat seinen Bruttowerberumsatz im Jahr 2005 nach eigenen Angaben um 16,3 Prozent auf 740,4 Millionen Euro erhöht. Dabei hat RMS allerdings auch vier Regionalkombis aus Nordrhein-Westfalen eingerechnet, die 2004 nur teilweise von Nielsen erfasst wurden und die Umsatzstatistik verzerren. Bereinigt um diese Angebote, legte RMS 2005 nur um 7,9 Prozent auf 663,4 Millionen zu. Damit kann der führende Vermarkter nicht mit der Gesamtentwicklung des Radiowerbemarktes Schritt halten. Dieser ist 2005 um 9,5 Prozent auf 1,08 Milliarden Euro gewachsen (bereinigt um die nicht komplett erfassten Angebote) und liegt damit deutlich über dem Wachstum des gesamten Werbemarktes (plus 5,3 Prozent).

Auffällig ist ferner, dass RMS-Konkurrent ARD Werbung Sales & Services stärker wächst. Das Frankfurter Vermarktungsunternehmen legte 2005 (bereinigt) um insgesamt 12,7 Prozent auf 401,3 Millionen Euro zu. Dabei wuchsen die werbungführenden Wellen der ARD (plus 14,2 Prozent auf 332,1 Millionen Euro) stärker als die privaten Mandanten der AS&S (plus 6,1 Prozent auf 69,3 Millionen Euro).

Die insgesamt gute Werbekonjunktur für das Radio liegt laut RMS-Chef Wilfried Sorge daran, dass das Medium überdurchschnittlich stark vom Trend zur Abverkaufswerbung profitiert hat. RMS sei es gelungen, ihre Kunden zu Budgeterhöhungen im Radio zu ermuntern. gui

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