RMS verzeichnet leichten Rückgang im laufenden Jahr

Mittwoch, 01. August 2001

Trotz eines Rückgangs von 5,6 Prozent an Werbeerlösen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist Lutz Kuckuck, Geschäftsführer des Werbezeitenvermarkters Radio Marketing Service (RMS) mit dem laufenden Geschäftsjahr zufrieden. Das "Superjahr 2000" sei einfach nicht zu wiederholen gewesen, meint Kuckuck. Und mit dem jetzt Erreichten liege man immer noch über dem bereits sehr gutem Jahr 1999. "Jetzt werden wir konsolidieren und dann im nächsten Jahr wieder ordentlich loslegen", hofft der RMS-Chef.

Im vergangenen Jahr konnten die RMS und ihre Partner ein Plus von 13,2 Prozent erzielen und insgesamt 1,23 Milliarden Mark umsetzen. Der ausschließlich nationale RMS-Umsatz wuchs um 10,5 Prozent auf 815 Millionen Mark. Getragen wurde das Wachstum von drei Branchen: Telekommunikation, Finanzanlagen und Beratung sowie den Dotcoms. Diese drei Bereiche hätten im laufenden Jahr ihre Werbeschaltungen drastisch zurück gefahren und seien somit für das Minus verantwortlich. "Ansonsten hat es im klassischen Markenartikelgeschäft keine drastischen Veränderungen gegeben", konstatiert Kuckuck.

Besonders erfreulich entwickelte sich das Geschäft für die RMS-Tochter EM&S, die insbesondere neue Sonderwerbeformen und Be-low-the-line-Aktionen für Radiokunden entwickelt. Im dritten Geschäftsjahr konnte sie immerhin einen Umsatz von 30 Millionen Mark erwirtschaften und ist "mittlerweile zu einer Stütze des Kerngeschäfts geworden", so Kuckuck.

Kuckuck kündigte an, dass die RMS vom 1. September an mit einer Tochter in Polen aktiv werden wolle. Voraussichtlich werde man mit 30 bis 40 Sendern von insgesamt 200 werbetragenden Programmen in Polen an den Start gehen. Die genaue Zahl konnte Kuckuck noch nicht nennen, "da erst in diesen Tagen die Verträge unterschrieben werden."
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