RMS lockt Pharmakunden

Mittwoch, 28. Januar 2004

Mit einem Preisnachlass will der Radio-Vermarkter Radio Marketing Service (RMS) in diesem Jahr verstärkt Pharmakunden an sich binden. Ihnen soll der Pflichttext zur Bewerbung von OTC-Produkten ab sofort nicht mehr berechnet werden, kündigte RMS-Geschäftsführer Wilfried Sorge in Hamburg an. Die RMS wolle den Pharmakunden den Einstieg ins Radio erleichtern und ein Signal für die zukünftige Zusammenarbeit setzen. Sorge: „Wir wissen, dass das Radio auch in der Pharmakommunikation für Abverkauf und Markenbildung sorgen kann.“ Mit Inkrafttreten des Rundfunkänderungsstaatsvertrags am 1. April zählen die Warnhinweise offiziell nicht mehr als Werbung. Da sie trotzdem weiter ausgestrahlt werden müssen, verhandeln die TV-Vermarkter gerade mit den Pharmaunternehmen über eine Ausgleichsvergütung für die verlorene Sendezeit.

Über alle Branchen hinweg erwartet Sorge in diesem Jahr 80 bis 100 Neukunden und ein Umsatzwachstum von 2 bis 3 Prozent (Horizont 4/2004). Mit 3 Prozent plus und 567 Millionen Euro Bruttoumsatz hat die RMS ihr Ziel im vergangenen Jahr übertroffen. Damit sei die „Trendwende geschafft“. Die von der ARD-Werbung Sales & Services vermarkteten Sender gaben brutto 0,5 Prozent ab. Ausschlaggebend für die gute Entwicklung war das Neukundengeschäft mit 162 zusätzlichen Unternehmen auf der RMS-Kundenliste. Zum guten Ergebnis trug auch die „eingesetzte Task-Force zur Intensivierung der individuellen Kundenansprache bei,“ erklärt Sorge. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Sonderwerbeformen und Promotions. wg
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