RMS kündigt Offensive Pro-Radio an

Mittwoch, 27. Januar 1999

Um den Werbemarktanteil des Radios wieder von derzeit 5,6 auf rund 8 Prozent zu pushen, startet die RMS in diesem Jahr eine "Offensive Pro-Radio". Eine breit angelegte Gattungskampagne, an der sich auch die ARD beteiligen soll, startet voraussichtlich zur Jahresmitte. Um den zweistelligen Millionenetat wird in den nächsten Wochen gepitcht. Die Hörerkampagne soll voraussichtlich Print, Radio und TV, eventuell auch Kino und Events umfassen, kündigte RMS-Geschäftsführer Lutz Kuckuck an. Um mehr Großkunden an Bord zu holen, die sich laut Kuckuck schon im vierten Quartal des Vorjahres verstärkt dem Werbeträger Radio zuwendeten, wollen RMS und ARD mehr planungsrelevante Daten zur Verfügung stellen. Die Vermarkter wollen das Medium Radio in das Single-Source-Panel von Nielsen einbinden.Experten prüfen gerade die Möglichkeit einer Fusion von MA-Radiodaten in das Panel. Erste Tests laufen im April. Geht es nach Kuckuck, sollen schon im Sommer valide Daten vorliegen. Von dieser Aktion, deren Kosten Kuckuck mit einem siebenstelligen Millionenbetrag beziffert, verspreche sich die RMS "eine deutliche Verschiebung der Großkundenetats in Richtung Radio". Der Werbeumsatz der RMS-Sender soll sich 1999 um rund 5 Prozent brutto erhöhen. 1998 lag er bei rund einer Milliarde Mark. DieGattung Funk verbuchte 1998 allerdings laut Nielsen S+P nur ein mageres Plus von 1,7 Prozent auf 1,66 Milliarden Mark.
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