RMS Kongress 2010: Radiowerbung wird unterschätzt

Donnerstag, 18. Februar 2010
RMS Kongress 2010 fand zum ersten Mal statt
RMS Kongress 2010 fand zum ersten Mal statt

Radio wird von Werbekunden und Agenturen oft unterschätzt. Viele trauen dem Medium nicht genügend Kreativität zu, weil es - anders als alle übrigen Werbemedien - ohne Visualisierungen auskommen muss. Mit diesem Vorurteil wollte Tony Hertz, Geschäftsführer und Inhaber der Londoner Produktionsfirma Hertz Radio, auf dem RMS Kongress 2010 in Hamburg heute aufräumen: "Radio ist weniger limitiert als die meisten denken." Für Kreative hat der Ex-Creative Director von McCann Erickson noch ein paar Tipps parat: „Beginnt visuell zu denken und ihr werdet bessere Radio-Werbung machen." Demnach fällt die auditive Umsetzung und Produktion eines Radio-Commercials leichter, wenn man sich vorher die Situation bildlich vorgestellt hat. Außerdem komme es auch auf die richtige Besetzung der Charaktere an: "Damit eine Spot realistisch klingt ist ein „Real-Life-Charakter" wichtiger, als eine schöne Stimme."

Auf Visualität legt auch Manfred Gotta, Inhaber von Gotta Brands, großen Wert, wenn er seinen Kunden Markennamen für Produktneuheiten vorschlägt. Der Erfinder von Brands wie Evonik, Cayenne und Twingo sagte auf dem Kongress, dass er die in langen Prozessen entwickelten Namen nie einfach nur auf einem Chart zeige, sondern immer am späteren Produkt präsentiere.

Der Kongress, den der Hörfunkvermarkter Radio Marketing Service (RMS) erstmals veranstaltet, fand im Vorfeld der Preisverleihung der Radioawards Ramses statt. Welchen Marken und Agenturen es gelungen ist, kreative und effiziente Radiokampagnen zu kreieren, und wer daher zu den diesjährigen Ramses-Preisträgern gehört, erfahren Sie ab 22.00 Uhr auf HORIZONT.NET. se
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