RMB beantragt Insolvenz

Freitag, 26. April 2002

Die Insolvenzgerüchte, dass RMB Deutschland in zahlungsunfähig ist, haben sich bestätigt. Heute beantragte der Kinovermarkter nach Angaben von Insidern beim Amtsgericht Düsseldorf Insolvenz. In einem Rundbrief an die Kunden hatte der Hamburger Wettbewerber Werbe Weischer bereits vor einigen Tagen geäußert, dass "erhebliche und begründete Zweifel" an der Zahlungsfähigkeit der RMB Deutschland bestünden. Seine derzeitigen Forderungen gegenüber RMB bezifferte er auf 1,7 Millionen Euro.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtanwalt Biner Bähr bestellt. Der Geschäftsbetrieb der RMB Deutschland wird nach Angaben des Unternehmens auch künftig uneingeschränkt weitergeführt. Alle Bemühungen seien darauf gerichtet, "das Unternehmen als Ganzes sehr kurzfristig zu restrukturieren und damit einen dauerhaften Erhalt zu gewährleisten". Gespräche mit potentiellen Investoren wurden bereits geführt. Die Forderungen, die Werbeweischer seit der Anordnung des Insolvenzverfahrens entstanden sind oder in Zukunft entstehen werden, will RMB in vollen Umfang zurückzahlen.
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