RCS Media Group will nicht mehr mit Burda

Freitag, 30. April 2004

Während in der Formel 1 die deutsch-italienische Zusammenarbeit für erfolgreiche Langeweile sorgt, zeigt die Achse im Medienbereich erste Korrosionserscheinungen. Der italienische Medienkonzern RCS Media Group kündigt nach einem Bericht des "Handelsblatts" seine Partnerschaft mit dem Münchner Verlagshaus Hubert Burda Media auf. Beide Unternehmen haben seit 1995 kooperiert. Die Beendigung der Zusammenarbeit wird sich auch auf die Beteiligung beim Zeitschriftenverlag RCS Periodici auswirken, an dem die Italiener zu 60, Burda zu 40 Prozent beteiligt sind.

Der Verlag hat 2003 einen Umsatz von rund 400 Millionen Euro erwirtschaftet. Über die Milchstraße-Gruppe gibt der Verlag auch die Zeitschriften "TV Spielfilm", "Amica" und "Fit for Fun" heraus. In Italien publiziert RCS Periodici unter anderem "Max" und "Capital". Laut Unternehmenskreisen will RCS nun den Anteil von Burda zurückkaufen und damit die Kontrolle im Verlag übernehmen. nr
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