RBB erhält Finanzspritze von ARD

Mittwoch, 01. April 2009
Der RBB bekommt eine Finanzspritze von der ARD
Der RBB bekommt eine Finanzspritze von der ARD
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Die ARD greift dem finanziell angeschlagenen Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) unter die Arme. Die öffentlich-rechtliche Anstalt gewährt dem Sender ein zinsfreies Darlehen in Höhe von 20 Millionen Euro. Das haben die Intendanten des Senderverbunds auf ihrer heutigen Tagung in München beschlossen. Die Finanzspritze geben die Schwestersender WDR, SWR, NDR, BR und MDR. Noch in diesem Jahr erhält der RBB die erste Rate von 10 Millionen Euro, die zweite folgt 2010. Die Rückzahlung soll im Jahr 2016 beginnen. "Diese solidarische Leistung ist wichtig, um die Leistungskraft des RBB aufrecht erhalten zu können", kommentiert Dagmar Reim, die Intendantin des Senders. Grund für das Finanzloch sind nach eigenen Angaben die überdurchschnittlich hohen Gebührenausfälle im Sendegebiet. Da es in der Region viele gebührenbefreite Einwohner geben soll, fehlen dem RBB in der laufenden Gebührenperiode 54 Millionen Euro in der Kasse.

Indem das TV-Format "Polylux" und das Radioprogramm "Multikulti" eingestellt wurden, sollen bereits 30 Millionen Euro eingespart worden sein. Die verbleibende Finanzlücke soll weitgehend durch das 20-Millionen-Darlehen gestopft werden. Um den restlichen Fehlbetrag von 4 Millionen Euro zu erbringen, will der Sender weitere Einsparungen vornehmen. Wie jedoch das Darlehen ab 2016 wieder zurückgezahlt werden soll, verrät der RBB in seiner Mitteilung nicht. bn
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