RBB drohen drastische Einschnitte

Montag, 10. Mai 2010
Der RBB bereitet sich auf drastische Einschnitte vor
Der RBB bereitet sich auf drastische Einschnitte vor

Die ARD-Anstalt Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) rechnet in den kommenden Jahren mit einem gravierenden Rückgang der Rundfunkgebühren. In einem internen Papier, das der "Märkischen Oderzeitung" vorliegt, werden daher radikale Einschnitte im Programmangebot empfohlen. Im ungünstigsten Fall soll die Zahl der Radioprogramme von derzeit sechs auf drei "milieuorientierte Sender" halbiert werden, berichtet die Regionalzeitung aus Frankfurt (Oder). Im Fernsehprogramm könnte nur noch von 18 bis 20 Uhr ein eigenes informationsorientiertes Programm gesendet werden, der Rest müsste dann von anderen ARD-Sendern übernommen werden.

Kurzfristige Einschnitte ins Programm wird es allerdings nicht geben. Die Modelle seien langfristig angelegt. "Programmeinschnitte stehen nicht unmittelbar bevor", hatte RBB-Intendantin Dagmar Reim Ende April Entwarnung gegeben: "Dennoch gebietet es seriöse Unternehmensführung, sich heute darauf vorzubereiten, dass es innerhalb von zehn Jahren tatsächlich zu diesem Gebühreneinbruch kommen könnte. Die Modelle der Strategiegruppe sind eine theoretische Berechnungsgrundlage. Wir können im Bedarfsfall daraus konkrete Schritte ableiten, die wir dann mit den Gremien erörtern werden."

Bis Mitte Mai sollen unterschiedliche Varianten durchgerechnet und der jeweilige Personalbedarf ermittelt werden. Am 23. Juni soll die Belegschaft und einen Tag später der Rundfunkrat informiert werden. dh
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