Quality Alliance plant Zusammenarbeit bei Paid Content

Mittwoch, 12. Juni 2013
"Zeit"-Chef Rainer Esser und seine Kollegen kündigten eine Kooperation bei Paid Content an
"Zeit"-Chef Rainer Esser und seine Kollegen kündigten eine Kooperation bei Paid Content an


Nach Axel Springer nun auch die anderen überregionalen Verlage: Die Mitglieder der Quality Alliance "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Süddeutsche Zeitung", "Handelsblatt" und "Zeit" wollen noch in diesem Jahr mit eigenen Paid-Content-Modellen auf den Markt kommen. Das kündigten Tobias Trevisan, Sprecher der Geschäftsführung "FAZ", Rainer Esser, Geschäftsführer Zeitverlag, und Detlef Haaks, Geschäftsführer Süddeutscher Verlag, heute auf dem 2. Zeitungsgipfel in Wiesbaden an. Die Zeitungen hatten sich Anfang des Jahres zusammengeschlossen, um Gattungsmarketing für Qualitätszeitungen zu machen. "Wir denken nun über gemeinsame technologische Plattformen für Paid Content nach", sagte Haaks. Eine einheitliche Lösung für alle vier Häuser sei nicht möglich, weil jeder Verlag in bestimmten Bereichen bereits eigene Module entwickelt hat. Auch bei Preisen und der genauen Ausgestaltung der Systeme wird es Unterschiede geben. "Kartellrechtlich relevante Absprachen treffen wir nicht", so Haaks. "In den nächsten zwölf Monaten wird da etwas kommen", so Esser. Die Verlage wollen zeitlich nicht allzu weit voneinander entfernt starten.

Auch in Sachen Wirkungsforschung machen die Verlage einen Schritt nach vorne. Sie haben eine große Wirkungsforschungsstudie in Auftrag gegeben, die in den nächsten Wochen Agenturen und Kunden vorgestellt werden soll. Die ersten Ergebnisse hat die Allianz auf dem Zeitungsgipfel bereits vorgestellt: Die Markenerinnerung steigt bei Zeitungslesern überdurchschnittlich, das Image profitiert und die Markenbegehrlichkeit wird erhöht. Für die Studie "Quality Alliance Wirkungseffekt" wurden 1000 Teilnehmer befragt und eine Neuroforschung aufgelegt. pap
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