PwC prognostiziert Unterhaltungs-und Medienindustrie Wachstum

Mittwoch, 13. Oktober 2004

Überproportionales Wachstum prognostiziert Pricewaterhouse Coopers (PwC) der deutschen Unterhaltungs-und Medienindustrie in den kommenden fünf Jahren. In einer Studie, die kommende Woche auf den Medientagen in München präsentiert wird, gehen die Frankfurter Unternehmensberater von einem Umsatzplus von durchschnittlich 4,7 Prozent pro Jahr aus - mehr als doppelt so viel wie für die Gesamtwirtschaft. Für Westeuropa sagt PwC sogar einen Zuwachs von 5,7 Prozent voraus. 2003 lag das Umsatzvolumen der gesamten deutschen Unterhaltungs- und Medienindustrie bei rund 57,1 Milliarden Euro. Bis 2008 soll dieses auf fast 72 Milliarden Euro steigen.

Das Wachstum wird vor allem von den elektronischen Medien getrieben. PwC prognostiziert ein jährliches Plus von 15,7 Prozent. "Die Werbung im Internet wird mit einem durchschnittlichen Wachstum von rund 18 Prozent jährlich das am stärksten wachsende Segment der Branche sein", sagt Reinhard Müller, Partner bei PwC. Weitere Wachstumsträger sind Videospiele (circa 14 Prozent), Film inklusive Vermarktung durch DVD und Video (8,4 Prozent) sowie TV (rund 5 Prozent).

Abgeschwächt wird die Rate durch die negative Entwicklung in der Musik- und Tonträgerindustrie. Die Berater beziffern das Minus in Deutschland, das als "die Zentrale der Internet- Piraterie in Westeuropa" verrufen ist, auf 2,4 Prozent pro Jahr. Auch Zeitschriften und Zeitungen müssen mit weiteren Umsatzrückgängen von 0,6 Prozent pro Jahr rechnen. Müller: "Im Jahr 2008 werden die Umsätze aus dem Bereich Zeitungswerbung voraussichtlich unter dem Niveau des Jahres 2003 liegen." pap
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