Punktsieg für München: Ausburger Landgericht weist Weka-Klage zurück

Freitag, 04. Februar 2005

Der Weka-Verlag aus dem schwäbischen Kissing ist mit einer Schadenersatzklage gegen den Süddeutschen Verlag (SV) gescheitert. Das Landgericht Augsburg hat am Freitag Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit dem gescheiterten Verkauf von Weka-Computerzeitschriften an den SV zurückgewiesen. Insgesamt hatte Weka 76,3 Millionen Euro gefordert, weil der Vertrag nicht zu Stande gekommen war.

Nachdem die vom Bundeskartellamt aufgestellten Bedingungen für den Verkauf nicht erfüllt wurden, sei der Kaufvertrag mit Wirkung zum 31.12.2001 endgültig unwirksam geworden, hieß es in der Urteilsbegründung. Die Kartellwächter hatten zuvor vom SV den Verkauf zweier eigener Elektronikzeitschriften verlangt. Den Vorwurf, es habe seitens des Süddeutschen Verlages nur "Scheinverhandlungen"» gegeben, wies das Gericht zurück. Mit der Zahlung von damals 3,5 Millionen D-Mark des SV an den Weka-Verlag seien sämtliche Ansprüche aus dem Scheitern der Bemühungen abgegolten, so das Gericht.

Im April 2001 hatte der SV einen Kaufvertrag für Wekas Computerzeitschriftensparte in Höhe von 157 Millionen Euro unterschrieben. Anfang 2002 platzte der Deal jedoch mit der Begründung, die nötigen kartellrechtlichen Auflagen hätten nicht fristgerecht erfüllt werden können. Weka hatte dem SV daraufhin vorgeworfen, mehrere Gelegenheiten zur Erfüllung der Auflagen absichtlich versäumt zu haben. Der Süddeutsche Verlag sieht sich durch das Urteil in seiner Rechtsauffassung bestätigt. nr
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