Publikumszeitschriften verbuchen 5,9 Prozent weniger Anzeigen

Donnerstag, 03. Januar 2002

Unter der Werbeflaute hatten 2001 auch die Verlage zu leiden. Die rund 400 deutschen Publikumszeitschriften verbuchten nach Angaben des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) einen Rückgang der Anzeigenseiten von 5,9 Prozent, das sind 15.745 Seiten weniger als im Vorjahr. Insgesamt schaltete die werbungtreibende Wirtschaft im vergangenen Jahr 253.407 Anzeigenseiten in der Publikumspresse.

Am meisten hatten die Wirtschaftstitel unter dem Einbruch der Anzeigenmärkte zu leiden. "Börse Online" traf es am härtesten. Der Titel der Gruner + Jahr-Wirtschaftspresse verlor 44,7 Prozent des Werbevolumens und schließt das Jahr 2001 mit minus 1739 auf 2155 Anzeigenseiten ab. "Wirtschaftswoche" verlor 1651 Anzeigenseiten und "C'T" 1309 Seiten.

Gewinner des Jahres 2001 ist "Flash Opel Scene International", das 615 Anzeigenseiten hinzugewann und insgesamt 1096 Anzeigenseiten zählt. Ebenfalls kräftigen Aufwind verspürte "Living at home" mit einem Plus von 601 auf 730 Anzeigenseiten. In diesem Jahr rechnet Karl Dietrich Seikel, Vorstandsvorsitzender der Publikumszeitschriften im VDZ, mit stabilen Anzeigenumsätzen: "Möglicherweise ergeben sich Wachstumspotenziale aus einer gesamtkonjunkturellen Wiederbelebung im 3. oder 4. Quartal."
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