Publikumszeitschriften melden leichten Aufschwung im Anzeigengeschäft

Dienstag, 02. November 2004

Ein goldener Oktober für die Publikumszeitschriften: Ihr Anzeigenvolumen liegt in diesem Monat um 3,4 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zu den ersten 10 Monaten vergangenen Jahres hat das Anzeigenvolumen von Januar bis Oktober um 2,8 Prozent zugelegt. Der leichte Aufschwung zu Beginn des 4. Quartals 2004 war abzusehen. Schon seit Januar zeigt sich ein ausgeprägtes Auf und Ab, und nach einem 3. Quartal mit überwiegender Zurückhaltung muss das Anzeigengeschäft nach Prognose von "Spiegel"-Marketer Jörg Keimer zu Beginn des Herbstes einfach wieder anziehen. Die Vorhersage trifft zumindest beim "Spiegel" zu: Das Nachrichtenmagazin meldet für den Oktober 6,8 Prozent mehr Anzeigenseiten als im Vorjahresmonat und macht so nach einem schlechten 3. Quartal 2004 in der Gesamtbilanz aus einem kleinen Minus ein kleines Plus von 0,2 Prozent.

Genau umgekehrt läuft es bei der Münchner Konkurrenz: "Focus" verbucht im Oktober 10 Prozent weniger Anzeigenfläche. Damit ist das Burdablatt in der Bilanz nach zehn Monaten mit 0,8 Prozent ins Minus gerutscht. Verlagschef Frank-Michael Müller ist aber trotz eines guten Vorweihnachtsgeschäfts 2003 zuversichtlich: "Zur Zeit sieht es so aus, als ob wir auch in diesem Jahr das 4. Quartal mit einem leichten Plus abschließen könnten." Ohne größere Schwankungen verläuft dagegen die Entwicklung beim "Stern", der beim Monats- und Jahresergebnis einen Zuwachs von 5,8 Prozent aufweist. Insgesamt weisen die aktuellen Zeitschriften und Magazine im Oktober 1,4 Prozent mehr Anzeigenfläche auf als im Oktober des vergangenen Jahres. hof
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