Publikumspresse verliert im 1. Halbjahr im Anzeigenmarkt

Montag, 02. Juli 2001

Das Ausbleiben der Kampagnen von TK-Unternehmen, Börseneinführungen und Internet-Start-ups aus dem Vorjahr reißt bei den Finanz- und Wirtschaftstiteln empfindliche Lücken in die Anzeigenbilanz der Publikumszeitschriften. Marktführer "Börse Online" büßt 34 Prozent des Anzeigenumfangs ein und führt damit die Rangliste der prominenten Anzeigenverlierer an. Deutlich auch die Verluste bei der Konkurrenz: Bei "Euro am Sonntag" beträgt das Minus 11,1 Prozent, bei der "Telebörse" 20,2 Prozent. "Focus-Money", erst im April 2000 gestartet, fehlen im 2. Quartal 2001 fast zwei Drittel der Seiten des Vorjahres. Deutliche prozentuale Rückgänge melden auch die klassischen Wirtschaftsmagazine; zweistellig fallen sie bei "Wirtschaftswoche" und "Capital" aus.

Insgesamt melden die Publikumszeitschriften für das 1. Halbjahr 123.805,5 verkaufte Anzeigenseiten. Das sind 4509,2 Seiten oder 3,5 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit verbessert sich das Minus gegenüber dem 1. Quartal 2001 um gerade mal 0,1 Prozentpunkte. Prekär bleibt die Lage für die Anzeigendickschiffe: Der Gesamtumfang der Top 10 von "Focus" bis "Auto, Motor und Sport" liegt 12,8 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Anzeigenkrösus "Focus" liegt mit 3260,7 Seiten 15,6 Prozent hinter dem Ergebnis des Vorjahres und damit sogar unter dem Wert von 1998.
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