Providence greift nach Kabel Deutschland

Donnerstag, 08. Dezember 2005

Zeitungsberichten zufolge wollen die Finanzinvestoren Apax Partners und Goldman Sachs ihren Anteil an Deutschlands größtem Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland an den amerikanischen Finanzinvestor Providence Equity verkaufen. Apax, Goldman Sachs und Providence hatten Kabel Deutschland im März 2003 von der Deutschen Telekom gekauft. Jeder Gesellschafter hält 31,7 Prozent an dem Unternehmen. Insidern zufolge bewerten die Finanzinvestoren Kabel Deutschland mit rund 3,2 Milliarden Euro. Sie hatten für den Kabelnetzbetreiber gut 1,7 Milliarden Euro an die Telekom überwiesen. Providence, das bei Zustandekommen des Deals 95 Prozent der Anteile halten wird, dürfte Kabel Deutschland zu einem kompletten Anbieter für TV, Internet und Telefon ausbauen. Der Ausbau der Infrastruktur würde Kabel Deutschland 500 Millionen Euro kosten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Kabel Deutschland einen Umsatz von rund einer Milliarden Euro.

Unterdessen zeichnet sich auch an der Unternehmensspitze ein Wechsel an: Christof Wahl soll neuer Chef des größten deutschen Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland (KDG) werden. Nach Informationen der "FAZ" ist der bisherige Chief Operating Officer (COO) der KDG Favorit für die Nachfolge von Roland Steindorf. Der bisherige Vorsitzende der Geschäftsleitung hat im August angekündigt, 2006 in den Aufsichtsrat zu wechseln. nr



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