Prognose: Medienhäuser profitieren kaum von der Fußball-WM

Dienstag, 20. April 2010
Die Fußball-WM 2010 startet am 11. Juni
Die Fußball-WM 2010 startet am 11. Juni

Die Fußball-WM in Südafrika vom 11. Juni bis zum 11. Juli wird nach Einschätzung der Mediaagentur JOM Jäschke Operational Media in Hamburg nur geringe Auswirkungen auf den deutschen Werbemarkt haben. Zu dieser Einschätzung kommt das Unternehmen in seiner Untersuchung "Fußball-WM 2010 - Werbemöglichkeiten und Spielregeln". "Ein positiver Effekt, wie er 2006 zu spüren war, bleibt trotz umfangreicher Medienangebote 2010 aus", heißt es in dem Bericht. Und das, obwohl es keine Zeitverschiebung zwischen Südafrika und Deutschland gibt. Das zeigt sich auch beim ZDF Werbefernsehen. Aufgrund der bislang verhaltenen Buchungen im Umfeld der WM hat der Vermarkter bereits Ende März Naturalrabatte angekündigt. Je nach Buchungsvolumen sollen die Kunden bis zu 20 Prozent Preisnachlass erhalten.

Während die klassischen Medien offenbar keinen deutlichen WM-Schub erleben werden, könnten dagegen nach der Prognose von JOM die Communities profitieren: "Das Phänomen des Public-Viewings der WM 2006 dürfte sich 2010 zu einem Public-Talking in den sozialen Netzwerken des Internets ausweiten." Mit eigenen Fanseiten, Facebook-Auftritten, Wettbewerben und Twitter-Feeds suchen zum Beispiel Unternehmen wie Continental und Sony die Nähe zu den Fans.

Zudem hat JOM ermittelt, welche Zielgruppen Werbungtreibende im Umfeld der Fußball-Spiele erreichen können. Demnach ist ein typischer WM-Zuschauer über 30 Jahre alt (83,6 Prozent), verfügt über einen finanziellen Spielraum von 1200 bis 1700 Euro (21,4 Prozent) und gehört der bürgerlichen Mitte an (16,5 Prozent).

Der komplette Bericht mit den Do's and Dont's für Werbungtreibende steht auf der JOM-Website zum Download bereit. bn
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