Produktinformationen von Online-Shops sind gefragt

Donnerstag, 18. Oktober 2001

Mit Eifer haben europäische Verbraucher in den vergangenen zwei Jahren das Internet gestürmt und dabei das Versenden und Empfangen von E-Mails als Kommunikationsform für sich entdeckt. Dies ist das Ergebnis der Studie "Europe Benchmark", für die das Marktforschungsinstitut Forrester zweimal im Jahr 28.000 Verbraucher befragt.

Danach verfügen rund 95 Millionen Europäer über E-Mail-Accounts, und bei durchschnittlich 2,2 Accounts pro Online-User liegt die Zahl der Anschlüsse in Europa insgesamt sogar bei knapp über 200 Millionen. Das sind 60 Prozent mehr als noch im Herbst 2000. Für 85 Prozent der Befragten ist die E-Mail-Kommunikation die wichtigste Nutzungsform des Online-Angebots. Trotzdem geben zwei Drittel der Konsumenten an, durch ihren E-Mail-Account auch zur Nutzung des World Wide Web animiert worden zu sein.

Auch Produkt- und Serviceinformationen von Online-Shops sind bei den Usern sehr begehrt. Verbraucher hinterlassen ihre E-Mail-Adresse am häufigsten in Onlineshops. Fast 45 Prozent aller Europäer machen von solchen Informationsangeboten Gebrauch. Sie wünschen sich jedoch, dass bei Mailingaktionen der Verzicht auf Datenanhänge sowie die Festlegung der Sendehäufigkeit und des Datenschutzes eingehalten wird.

Rund ein Drittel der Befragten gibt an, die Adresse bereits auf den Sites von Interessengemeinschaften eingetragen zu haben. Aus Gründen der Sicherheit lehnen über 45 Prozent der Internetnutzer in Europa einen E-Mail-Kontakt generell ab. Die Mehrheit dieser Verweigerer (40 Prozent) befürchtet einen Befall ihres Computers mit Viren durch den E-Mail-Verkehr. 39 Prozent befürchten eine E-Mail-Überflutung und rund zwei Drittel der Befragten glauben, dass der E-Mail-Verkehr Abstürze provoziert.
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