Product Placement wirft noch Fragen auf

Donnerstag, 12. August 2010
HP setzt auf Product Placement in "Sex and the City"
HP setzt auf Product Placement in "Sex and the City"

Die seit April 2010 legale Werbeform Product Placement setzt sich nur langsam durch. Bislang fehlen spektakuläre, große Produktplatzierungen in der deutschen TV-Landschaft. Einige der Hauptgründe sind die Unsicherheit und das Unwissen in Bezug auf die Werbewirkung, die Effizienz und die Einstellung der Konsumenten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des RTL-2-Vermarkters El Cartel Media. Für die Erhebung mit dem sperrigen Namen "Aktueller und zukünftiger Stellenwert von Product Placement in der Kommunikation bei Werbetreibenden und Agenturen" haben El Cartel und die Fachhochschule Düsseldorf 423 Fragebögen ausgewertet, die Verantwortliche in Agenturen und Unternehmen beantwortet haben. Für 53 Prozent der Werbungtreibenden und 56 Prozent der Mediaagenturen, die noch keine Placements gemacht haben, sind die unsichere Werbwirkung und der problematische Imagetransfer die Hauptgründe dafür, dass sie die Werbeform nicht in ihren Mediamix einbezogen haben. Die Sorge davor, dass der Zuschauer Placements ablehnen könnte, rangiert dagegen mit rund einem Zehntel der Nennungen auf dem letzten Platz der möglichen Gründe.

Bislang haben rund ein Drittel der befragten Werbungtreibenden, ein Viertel der Media-Agenturen und 60 Prozent der Kreativagenturen Erfahrung mit Produktplazierungen. Von diesen gibt mit 83 Prozent der Großteil an, Erfahrungen mit Placements in Deutschland gesammelt zu haben, was angesichts der kurzen Zeit, die die Werbeform überhaupt legal ist, ein relativ hoher Wert ist.

In Frage kommen Placements aus Sicht der Befragten vor allem für die Branchen Automobil (87 Prozent), Unterhaltungselektronik (80 Prozent), Getränke (79 Prozent), Ernährung (73 Prozent) sowie Telekommunikation und Mobilfunk (67 Prozent). Auch die Platzierung von Spielzeug halten 57 Prozent der Teilnehmer noch für sehr geeignet. pap
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